Allianz Frauen-Bundesliga: SC Sand – SC Freiburg 2:3 (1:1)

Hasret Kayikci trifft in der Nachspielzeit

In einem packenden und hochklassigen Derby verlor der Ortenauer Fußball Erstligist SC Sand sein Heimspiel im Orsay Stadion mit 2:3 gegen den südbadischen Rivalen SC Freiburg. Nationalspielerin Hasret Kayikci erzielte den Siegtreffer in der dritten Minute der Nachspielzeit.

Bei Standardsituationen stand Freiburgs Nationaltorfrau Laura Benkarth, bedrängt von Chioma Igwe, immer wieder im Mittelpunkt.

(uk). Im Sander Orsay Stadion sah man nach dem Schlusspfiff hängende Köpfe. Selten war der Gastgeber in den bisherigen acht Derbys gegen den SC Freiburg einem Punktgewinn so nah. Ein unberechtigter Elfmeter und ein vermeidbares Tor in der Nachspielzeit besiegelte letztendlich die siebte Sander Niederlage bei nur einem Unentschieden in der vergangenen Saison. Von Beginn an zeigten beide Mannschaften vor einer für ein Erstligaderby etwas enttäuschenden Kulisse mit 750 Zuschauern begeisterten Fußball. Und den Gastgeberinnen war der Wille, endlich den ersten Sieg zu landen, deutlich anzusehen. Freiburg wurde unter Druck gesetzt und nach einem kurz ausgeführten Freistoß von Jovana Damnjanovic erzielte die Ex-Freiburgerin Verena Aschauer mit einer sehenswerten Einzelleistung das 1:0 für den SCS (7.). Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen für Freiburg und Sand, bei denen sowohl SCS-Torfrau Carina Schlüter als auch Nationaltorhüterin Laura Benkarth ihr Können unter Beweis stellten. Der Ausgleich fiel für Sand unglücklich. „Die Schiedsrichterin wollte keinen Strafstoß geben, wurde aber von ihrer Assistentin umgestimmt“, erklärte Sands Trainer Richard Dura die Elfmeterentscheidung in der 27. Minute, die sich auch beim nachträglichen Betrachten als Fehlentscheidung herausstellte. Lina Magull kam im Sander Strafraum frei an den Ball, Carina Schlüter stürmte ihr entgegen und Magull ließ sich fallen. Die Gefoulte selbst verwandelte den Elfmeter zum 1:1. In der Folge kam auch mehr Härte ins Spiel. Cecilie Sandvej räumte Giulia Gwinn ab, die mit einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt wurde. Für sie kam Hasret Kayikci (33.), die bis zur Pause aber nur durch zwei Pässe ins Niemandsland auffallen konnte. Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte Freiburg mehr Spielanteile und ging durch eine gelungene Kombination zwischen Lena Petermann auf Lina Magull mit 1:2 in Führung (53.). Die Gäste aus dem Breisgau konterten gut, während Sand die gefährlichsten Torszenen nach Standardsituationen hatte. In der letzten Viertelstunde drängten die Gastgeberinnen auf den 2:2 Ausgleich, den Milena Nikolic nach einem Freistoß von Cecilie Sandvej in den Freiburger Strafraum aus fünf Metern im Liegen erzielte (90.). Drei Minuten wurde nachgespielt und Hasret Kayikci nutzte eine Unaufmerksamkeit, als Sand den Ball nicht aus dem Strafraum befördern konnte, zum 2:3-Siegtreffer. Schon am Mittwoch muss Sand bei 1899 Hoffenheim antreten. Das Team aus Nordbaden ist nach dem knappen Heimsieg gegen Duisburg jetzt punktgleich mit Sand.

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