Allianz Frauen-Bundesliga: SC Sand – SGS Essen 0:1 (0:1)

Sander Anrennen wird nicht belohnt

Der Ortenauer Fußball Erstligist SC Sand kassierte im Heimspiel gegen Tabellennachbarn SGS Essen eine unglückliche 0:1-Niederlage. Den Siegtreffer im Sander Orsay-Stadion erzielte Kirsten Nesse in der 13. Minute.

SC-Torfrau Carina Schlüter zeigte eine fehlerlose Leistung und war beim Gegentreffer machtlos.

Willstätt-Sand (uk). Die 620 Zuschauer im Orsay-Stadion sahen zwei unterschiedliche Halbzeiten. Vor allem von Gastgeber SC Sand, der in den ersten 45 Minuten nur wenig zustande bekam. Die technisch sehr versierten Gäste aus dem Ruhrgebiet nutzten die zahlreichen Sander Abspielfehler, um selbst erfolgreiche Angriffe zu laufen. Während Essen passsicher agierte, zog sich Sand immer mehr in die eigene Hälfte zurück. Nach einem langen Ball aus dem Mittelfeld mitten in den Sander Strafraum stand Kirstin Nesse  frei und überwand SC-Torfrau Carina Schlüter zum 1:0. Essens Siegtorschützin musste nach 30 Minuten wegen einer Fußverletzung vom Platz. Sechs Minuten später verhinderte Anne van Bonn am Pfosten stehend nach einem Schuss von Lea Schüller im Anschluss eines Eckballs den zweiten Gegentreffer. Sands beste Chance hatte Leticia Santos nach einer Flanke, als SGS-Torfrau Lisa Weiß den Ball nicht unter Kontrolle bekam. Doch der Schuss der Brasilianerin blieb noch an einem Abwehrbein hängen. SC-Trainer Richard Dura reagierte in der Halbzeitpause mit einem Doppelwechsel. Für Santos kam Laura Feiersinger und Isabelle Meyer wurde durch Laura Vetterlein ersetzt. Dafür rückte Anne van Bonn aus der Innenverteidigung ins Mittelfeld. „Die Wechsel waren aus taktischen Gründen. Hätte ich nach den Leistungen der ersten Halbzeit entscheiden müssen, dann wären noch mehr Wechsel nötig gewesen“, sagte Richard Dura. Sand stand nun aggressiver, doch Essen hatte die erste Chance. Nach Freistoß von Nationalspielerin Linda Dallmann klärte Diane Caldwell einen Kopfball von Charline Hartmann auf der Linie. Bis auf wenige Kontermöglichkeiten wurden die Gäste in der Folge immer mehr in der eignen Hälfte eingeschnürt. Nach Flanke von Feiersinger rettete Hartmann auf der Linie (60.), fünf Minuten später köpfte Anne van Bonn einen Eckball von Verena Aschauer knapp über das Tor. In der 78. Minute hatte Sand innerhalb eines Angriffs drei Torchancen. Erst klärte Weiß einen Kopfball von Anne van Bonn, hielt nach anschließender Flanke von Feiersinger einen Kopfball von Nina Burger und nach dem daraus resultierende Eckball einen Schuss von Jovana Damnjanovic. Sand lief die Zeit davon, kämpfte mit einigen Schiedsrichterentscheidungen, die eher zugunsten der Gäste ausfielen und öffnete zudem die Defensive. Carina Schlüter lenkte einen direkt geschossenen Freistoß von Linda Dallmann über die Latte und klärte nach einer Flanke souverän einen Schuss aus spitzem Winkel von Dallmann. „Die Mädels hatten in der ersten Halbzeit den Kopf nicht frei, haben sich aber ins Spiel zurückgekämpft und mindestens ein Punkt wäre verdient gewesen“, erklärte Richard Dura. Am Sonntag reist Sand zum Aufsteiger MSV Duisburg, der Punkte für den Klassenerhalt benötigt. Mit neun Punkten Rückstand kommt für Sand Platz sechs so langsam außer Reichweite, dafür sitzt dem Pokalfinalisten nun 1899 Hoffenheim im Nacken.

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