DFB-Pokalfinale Frauen: SC Sand – VfL Wolfsburg

Der Traum von der kleinen Chance

Zum zweiten Mal in Folge treffen am Samstag um 16.15 Uhr der SC Sand und der VfL Wolfsburg im DFB-Pokalfinale der Frauen aufeinander. Gegen den amtierenden Pokalsieger und frischgebackenen Deutschen Meister erhalten die Sander Frauen im Kölner Rheinenergie-Stadion wie schon 2016 eine stimmgewaltige Unterstützung aus dem südbadischen Raum.

Die Fans der Sander Damen werden wieder alles geben, um ihr Team nach vorne zu peitschen.

(uk). Nach zwei Siegen zum Saisonabschluss der Allianz Frauen-Bundesliga reisen die Frauen des Ortenauer Fußball Erstligisten SC Sand selbstbewusst zum DFB-Pokalfinale nach Köln. Die Atmosphäre ist dem Großteil der Sander Spielerinnen jetzt vertraut. Von der Startelf, die 2016 bei der ersten Sander Finale im Rheinenergie-Stadion auflief, stehen bis auf Torfrau Kristina Kober und Innenverteidigerin Julia Zirnstein noch alle im Kader und fast alle möglicherweise auch beim Anpfiff auf dem Feld. Gegen den Vorjahresgegner, Sieger von 2015 und 2016 sowie frisch gebackenen Deutschen Meister VfL Wolfsburg geht Sand zwar als Außenseiter, aber nicht ohne Chancen in die Begegnung. In der ersten Auflage war vor einem Jahr dem SC Sand noch eine Anfangsnervosität anzumerken, die in einem frühen Gegentreffer endete. Nach 20 Minuten fand der Ortenauer Erstligist aber ins Spiel und hatte nach dem Ausgleichstreffer von Jovana Damnjanovic einige gute Chancen und Sand wurde kurz vor der Pause ein Elfmeter verwehrt. Bis zur verletzungsbedingten Auswechslung von Damnjanovic gab der SC den Ton an, am Ende fehlten die Kräfte und Zsanett Jakabfi gelang der glückliche, am Ende aber verdiente Siegtreffer für Wolfsburg. Während es im Vorfeld des Finales 2016 auch zu Sticheleien aus Richtung der Wölfe kam, blieb es in dieser Saison ruhig. Für VfL-Coach Ralf Kellermann wird es das letzte Spiel als Trainer sein und er wird mit einem Sieg die Mannschaft an seinen Nachfolger übergeben wollen. Wolfsburg hat mit einer starken Rückrunde die Meisterschaft unter Dach und Fach gebracht und nur eine Niederlage kassiert. „Wir sehen eine kleine Chance und träumen davon, die wahrzunehmen“, sagt Sands Trainer Richard Dura. In den vergangenen Wochen habe die Mannschaft kleine Schritte nach vorne gemacht, auch wenn es nicht immer am Ergebnis festzumachen war. „Manchmal haben wir uns selbst um die Früchte der Arbeit gebracht, daher waren die beiden Siege zum Saisonabschluss ohne Gegentreffer wichtig“, erklärt Richard Dura, der anscheinend auf den Kader bauen kann, der zuletzt spielte. Bis auf Silvana Chojnowski und Saskia Meier, die sich im Spiel der zweiten Mannschaft eine Bänder- und Kapselverletzung zuzog, können alle die Reise nach Köln antreten. Wer letztendlich spielt, wird Richard Dura nach den Trainingseindrücken in dieser Woche entscheiden. Startelfgarantien spricht er nicht aus.

Egal, wie das Spiel endet: Am Sonntag wird die Mannschaft des scheidenden Trainers Richard Dura nach ihrer Rückkehr auf dem Sander Dorfplatz geehrt. Ab 14 Uhr wird auf die Ankunft der Pokalfinalistinnen mit Musik und Bewirtung eingestimmt. Im Vorjahr traf der Bus aus Köln pünktlich zur Party ein.

Nicht nur die Einnahmen aus dem DFB-Pokal, im Vorjahr waren es vom DFB und für die TV-Übertragung rund 180 000 Euro, sondern auch ein neuer Ausrüstervertrag spülen einen warmen Geldregen in die Kassen des SC Sand. Mit dem schwäbischen Sportartikel-Hersteller Erima wurde ein Vertrag für die kommenden vier Jahre abgeschlossen.

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