Interview mit Rammersweier-Coach Umberto Vulcano

Foto: Bettina Hess

Steigen wir gleich ein, am Wochenende ein knappes Pokal Qualifikationsspiel beim Kreisliga A Ligisten in Ödsbach (3:2), was gilt es noch zu verbessern, was ist in dem Spiel schon sehr gut gelaufen?


Positiv war die erste Halbzeit. Die Mannschaft hat versucht die Vorgaben umzusetzen und in erster Linie den Ball laufen zu lassen. Wir haben über weite Strecken kompakt gestanden und gute Spielzüge kreiert. Daraus sind letztlich auch 3 schöne Tore entstanden.
Nicht wie geplant verlief dann die zweite Halbzeit. Wir wollten den Gegner weiterhin bestimmen, allerdings das Spiel besser kontrollieren und nicht zwingend auf das vierte Tor gehen.  Vielleicht  hat das meine Mannschaft falsch verstanden und komplett zwei Gänge runtergeschalten. Wir waren nicht mehr präsent in den Zweikämpfen, haben teilweise den Ball viel zu lange gehalten und die Abstände von Defensive zu Offensive waren deutlich zu groß. Auch was die Chancenverwertung angeht, waren wir im zweiten Durchgang viel zu fahrlässig, was letztlich Ödsbach wieder ins Spiel brachte.
Bei allem Respekt gegenüber unserem Gegner, aber in solch einer Phase erwarte ich mehr Souveränität meiner Mannschaft. Mit einem weiteren Tor hätten wir Ruhe auf dem Platz gehabt, da müssen meine Jungs einfach lernen, abgezockter zu sein.

Welche Spielweise erwartest du vom nächsten Kreisliga A Pokalgegner SV Kork am Sonntag im Heimspiel um 17 Uhr?


Kork ist letzte Runde verdient Meister in der Kreisliga-B geworden. Sie haben mit meinem Schwager Jörg Baas, Sascha Rauscher, Dirk Bingal und Etienne Krämer einige Spieler in ihren Reihen, die schon höherklassig gespielt haben. Kork verfügt über eine erfahren Truppe, die man auf keinen Fall unterschätzen darf!

Wie zufrieden bist du mit dem bisherigen Verlauf der Vorbereitung?


Ich bin mit dem Engagement und auch der Trainingsbeteiligung bisher zufrieden.  Das Team zieht mit. Aktuell sind leider einige im Urlaub oder gehen demnächst. Aber das gehört, gerade im Amateurbereich, auch dazu. Damit haben nicht nur wir zu kämpfen. Wichtig ist, dass diejenigen, die da sind, Vollgas geben und das passt momentan.

Wen siehst du in der Bezirksliga als Favorit um den Aufstieg?


Sicherlich hat sich der SV Niederschopfheim am deutlichsten verstärkt diese Runde. Daher sehe ich sie ganz oben dabei. Genauso wird sich Willstätt oben einreihen. Der SC Offenburg, FV Sulz und auch der SV Oberharmersbach haben das Zeug dazu.
Wir sind jedenfalls selbstbewusst genug, um vor keiner Mannschaft Angst zu haben.

Wie machen sich die Neuzugänge, sind sie bereits im Team integriert?


Ich habe mich sehr über die Neuzugänge gefreut. Ich traue es allen fünf zu, sich bei uns durchzusetzen. Der eine früher, der andere etwas später. Man darf dabei nicht vergessen, dass unser Team komplett zusammengeblieben ist. Daher müssen sich die Neuen natürlich erstmal beweisen und auch an unsere Spielweise gewöhnen. Alle müssen den Konkurrenzkampf annehmen.

Ein interessantes Auftaktprogramm steht den Wölfen bevor. Saisonauftakt in Zell a. H. gegen den Meister der vergangenen Kreisliga-A Süd.  Anschließend Gastiert mit dem SV Niederschopfheim ein Aufstiegsaspirant auf dem Rittacker. Im dritten Spiel geht es nach Oberkirch, zum Landesliga Absteiger. Was ist hier deine Zielsetzung?


Im Idealfall 9 Punkte!

Du hast sicher die WM verfolgt, verdienter Sieg der Franzosen?


Sie haben sich sehr clever verhalten und genau das gemacht, worauf es in einem Turnier ankommt. Frankreich wollte jedes Spiel gewinnen und dabei war es ihnen egal, auf welche Art und Weise. Das Ergebnis stand über allem.
Letztendlich war es erfolgreich und sie sind Weltmeister geworden. Da spricht nichts dagegen.
Ich persönlich war und bin trotzdem kein Freund von der Spielweise des amtierenden Weltmeisters.

Zum Abschluss: Welche Worte möchtest du der Mannschaft an dieser Stelle mit auf den Weg geben?


Dass sie als Team funktionieren muss. Wir müssen eine Einheit darstellen, sowohl auf dem Platz, als auch daneben. Das weiß sie aber, wir haben es oft genug gepredigt. Es wird ganz entscheidend für unsere Zukunft und die kommende Saison sein. Wenn einer für den anderen da ist, gepaart mit unserer individuellen Klasse, dann brauchen wir uns vor niemandem zu verstecken.

 

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