Lange Sperrstrafe nach Tätlichkeit gegen Schiedsrichter

Ein Spieler des VfR Achern wurde vom Bezirkssportgericht Baden-Baden nach Bedrohungen und einem tätlichen Übergriff auf den Schiedsrichter zu einer Sperrstrafe von 18 Monaten verurteilt.

Der Spielerdes VfR Achern beschwerte sich beim Kreisliga A-Spiels des VfR Achern gegen die SG Lauf/Obersasbach am 13. Mai 2018 bereits während des Spiels mehrfach und lautstark über die Entscheidungen des Schiedsrichters und wurde in Folge dessen zunächst mehrfach ermahnt und später dann verwarnt und auch vom Platz gestellt.

Nach Spielende betrat der Spieler dann ohne anklopfen die Schiedsrichterkabine und bedrohte den Schiedsrichter mit den Worten „Dich kriege ich noch“. Als der Schiedsrichter das Sportgelände verlassen wollte, wurde ihm vom betroffenen Spieler und einer weiteren (nicht zu ermittelnden) Person am Ausgang der Weg versperrt. Beide befragten den Schiedsrichter auf aggressive Weise, warum er den Spieler vom Platz gestellthabe .

Im Fortgang schubste der Spieler den Schiedsrichter und die zweite Person packte ihn am Kragen. Zudem wurden weitere verbale Bedrohungen ausgesprochen. Erst mit Hilfe des Vorstandes des VfR Achern konnte eine weitere Eskalation verhindert werden und der Schiedsrichter das Sportgelände verlassen.

Unter Berücksichtigung des Berichts des Schiedsrichters sowie der Stellungnahme des VfR Achern sprach des Bezirkssportgericht Baden-Baden nun gemäß § 78 Ziffer 1 RuVO (Tätlichkeit gegen den Schiedsrichter) in Verbindung mit § 75 RuVO (Bedrohung des Schiedsrichters) sowie § 79 RuVO (Widersetzen gegen Anordnungen des Schiedsrichters) eine Sperrstrafe von 18 Monaten (vom 14.5.2018 bis einschließlich 13.11.2019) gegen den Spieler aus. Das Urteil erging am 23. Mai 2018 und ist damit bereits rechtskräftig.

 

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