Patrick Lienhard im Interview

Patrick: Es gefällt mir gut in Trier

Interview mit Patrick Lienhard von Eintracht Trier

 

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Foto: Eintracht Trier

Steckbrief:

Name: Patrick Lienhard

geb:    30.5.1992

Ausbildung:  Abitur

Geburtsort: Berghaupten

Wohnort: Trier

Beruf: Fußballprofi,

Weiterbildung: Wirtschaftswissenschaftsfernstudium

Position: Offensives Mittelfeld

Laufbahn:          bis D – Jun. SV Berghaupten

ab 2005 bis 2011 Freiburger Fußballschule

2011 – 2013 SC Freiburg II, Regionalliga

2013 – 2014 SVN Zweibrücken, Regionalliga

2014 – 2015 SSV Jahn Regenburg, 3. Liga

seit 2015 Eintracht Trier, Regionalliga

Auswahl:            SBFV Auswahl U15-U17

Erweiterter Kreis , U17 Nationalmannschaft

Erfolge:               A-Junioren DFB –Pokalsieg 2011, Rheinlandpokalsieger 2016

 

TR-Lager_Patrick2.jpg_300kik:   Hallo Patrick, schön dass man dich nach dem Benefizspiel 2012 für Michael Moritz in Offenburg wieder in der Ortenau sieht ? Wie kommt es dazu ? 

Lienhard: Vor ca. 6 Monaten hatten mich Frank Kofler und Vorstand Robert Harter vom SV Berghaupten angesprochen,ob ein Spiel von Eintracht Trier zum 70.jährigen Jubiläum des SV Berghupten denkbar wäre, ich war damals noch in Verhandlungen über ein weiteres Engagement in Trier, als sich abzeichnete, dass ich den Vertrag verlängere habe ich die Eintracht- Führung angesprochen und den Kontakt zum SV Berghaupten hergestellt. Ich denke, eine gute Entscheidung, wir können im Rahmen unseres 3 tägigen Trainingslagers uns optimal vorbereiten und ein Testspiel machen. 

kik: Seit letzter Saison spielst Du beim Regionalligisten  Eintracht Tier. Was hat dich bewogen vom Drittligisten Jahn Regensburg nach Trier an die schöne Mosel zu wechseln ? 

Lienhard: Das hatte an sich mehrere Gründe. In Regensburg hatte ich eine tolle Zeit. Doch es war mich auch ein schwieriges Jahr. Lange Zeit war ich verletzt, dazu kam ein Trainerwechsel, meine Einsatzzeiten schwanden, ich war zwar immer mit dabei aber wenig auf dem Platz. Die Tabellensituation war auch nicht gerade berauschend , dazu konnte ich mein Studium nicht so weiter entwickeln wie gewünscht. Der Trainer hat im Prinzip nicht auf mich gesetzt und so war es besser nach Trier zu wechseln, wo ich Trainer und Umfeld kannte und wo die finanziellen und Weiterbildungsmöglichkeiten gegeben waren, denn das zweite Standbein ist mir sehr wichtig.

Kik: Nach dem Wechsel von Regensburg hast Du gesagt , das Drittligajahr in Regenburg war ein gutes Lehrjahr, dass dich auch persönlich weiter gebracht hat. Was muss man sich darunter vorstellen?

Lienhard: Ja das kann man so sagen. Bisher habe ich fußballerisch gesehen immer Erfolge gehabt und oben mitgespielt. Der Abstiegskampf in der Dritten Liga war eine ganz neue Erfahrung für mich. Man muss mit dem Druck auf dem Platz umgehen können, nur sich auf Fußball konzentrieren und damit klar kommen wie es weitergeht. Ich hatte in Regensburg viele geile Erlebnisse, viele Kontakte geknüpft, bin selbstbewusster und cooler geworden und habe gelernt auf was es ankommt. Diese Erfahrungen möchte ich nicht missen.

kik: In der vergangene Saison hast du fast alle Spiele gemacht und bist zum Leistungsträger geworden. Ihr habt lange vorne mitgespielt, woran hat es deiner Meinung nach gelegen, dass es am Schluss doch nicht ganz für die Aufstiegsplätze gereicht hat?  

Lienhard: Die Hinrunde ist super gelaufen wir waren sogar Herbstmeister, wir habe viele enge Spiel für uns entschieden und Partien die zur Halbzeit schon verloren waren noch umgedreht. In der Rückserie lief es nicht mehr so rund, die Gegner hatten sich besser auf uns eingestellt, wir wurden nicht mehr unterschätzt. Dazu kamen Verletzungsprobleme und es zeigte sich, dass unser Kader für die Situation nicht breit genug ist. Enge Spiele haben wir jetzt verloren und eine Niederlagenserie, 4 Spiele in Folge nicht gewonnen brachte Waldhof und Elversberg in Vorteil, letztendlich setzte sich die größere Erfahrung und der breitere Kader der beiden Mannschaften durch.

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Das Markenzeichen von Patrick ist das schnelle Umschalten mit dem Ball, mit schnellen Dribblings in die Zwischenräume zu kommen und den entscheidenden Pass zu spielen.

kik: Eintracht Trainer Peter Rubeck sagt, Patrick ist der ideale Umschaltspieler, der recht schnell eine Spielsituation erkennt und das Richtige tut. Wo siehst Du deine Stärken ? 

Lienhard: Generell versuche ich meine „ körperlichen Defizite“, da ich recht klein bin, in Vorteile umzusetzen. Ich versuche bei schnellem Spiel durch meine Tempodribblings in die Zwischenräume zu kommen, meine Schnelligkeit und Technik auszuspielen, den genauen Pass zuspielen oder selbst zum Torabschluss zu kommen. Der Trainer würde sich sicherlich über mehr Tore freuen, ich natürlich auch. Im Vordergrund steht für die Mannschaft arbeiten und Verantwortung zu übernehmen.

Kik: Rundenstart am 6. August gegen Vizemeister Elversberg, dann der Pokalknaller am 22.8.2016 gegen Borussia Dortmund, die Eintracht hat eine tolle Pokalhistorie, ist wie vor fast 20 Jahren eine Pokalsensation möglich ?

Patrick: (lacht) – keine Frage Dortmund ist eine überragende Mannschaft. Ich denke, Trainer Thomas Tuchel wird uns nicht unterschätzen. Wir wollen uns so teuer wie möglich verkaufen, wir haben nix zu verlieren, wir haben keine Chance und die wollen wir nutzen. Wir freuen uns auf ein geiles Spiel gegen eine der besten Mannschaften Europas, wir wollen so lange wie möglich die Null halten und gegebenen falls auch selbst reagieren. Wunder gibt es immer wieder. Alla gut – schau mer mal!

Kik: Trier ist nicht so weit weg, treibt es Patrick Lienhard immer wieder ins Kinzigtal und ist vielleicht ein Engagement in der Ortenau denkbar ?

Patrick: Ich habe jetzt noch zwei Jahre Vertag in Trier. Da fühle ich mich wohl, da bin ich gerne und kann auch mein Studium weiterführen. Natürlich fahre ich immer wieder gerne ins Kinzigtal, da ist meine Familie, da habe ich viele Freunde. Ich verfolge den Fußball in der Ortenau recht genau über den Kicker der Ortenau und bin da recht gut informiert. Ich denke, die Ortenau könnte einen Regionalligisten vertragen, es gibt genügend talentierte Spieler zwischen Freiburg und Karlsruhe die Regionalliga spielen könnten und die gerne in der Ortenau spielen würden.

Danke für das Interview

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