Relegation Verbandsliga

Aufstieg in die Verbandsliga: Ein supergeiles Gefühl

SV Stadelhofen  – FC Freiburg St. Georgen   0:0 (0:0)

Oberkirch-Stadelhofen. 70 Minuten vor Spielbeginn »Starkregen«, dann »Nieselregen« und nach 90 Minuten »regnete« es Sekt und Bier – der SV Stadelhofen feierte nach dem 2:1-Sieg in Löffingen zu Hause mit dem 0:0 gegen Freiburg-St. Georgen die Rückkehr ins Verbandsoberhaus. »Das ist einfach geil, ich bin happy«, freute sich SVS-Vorsitzender Ulrich Distelzweig nach den 90 Spielminuten: »Nach dem Abstieg vor zwei Jahren haben wir alles richtig gemacht und wurden dafür belohnt.«

Es war kein Angstschweiß, den Trainer Daniel Bistricky sich aus dem Gesicht rieb, sondern Sekt und Bier – die Spiele duschten ihren Coach ganz ordentlich. Er nahm es gelassen im Moment des Triumphes: »Wir haben heute nicht unser bestes Spiel gemacht, der Nervendruck war sehr groß. Aber, dass wir den Aufstieg noch geschafft haben nach dem schwachen Rundenstart als wir Zwölfter waren, das ist schon unglaublich. Wir hatten in der Rückrunde nur Endspiele. Heute war der Einsatz aller Spieler top. Wir hatten die etwas klareren Chancen, auch wenn wir in Halbzeit eins nach einer Viertelstunde den Faden verloren haben. In der Halbzeit gab es ein Donnerwetter, es flogen ein paar Gegenstände durch die Kabine. Es hat gewirkt. Wir hatten die St. Georgener im Griff, die konnten nicht mehr zulegen. Wir haben super verteidigt«, analysierte der SVS-Coach. Sein Kollege Eugen Beck war schwer enttäuscht und kommentierte auch in aller Kürze: »Wenn man keine Tore schießt, kann man nicht gewinnen und in unserem Fall nicht aufsteigen. Ich gratuliere dem SV Stadelhofen.«

In den 90 Spielminuten gab es nur wenige Torraumszenen, die Angriffe hüben wie drüben wurden bereits vor den Strafräumen geblockt. Einsatz und Kampf aller Akteure waren vorbildlich. In Halbzeit eins, in der die Gäste leichte Feldvorteile hatten, scheiterten St. Georgens Kapitän Rauber mit einem Kopfball am starken SVS-Schlussmann Marcel Lang und auf der anderen Seite Volker Springmann nach Flanke von Jonas Frammelsberger an Keeper Sebastian Bühler.

In Durchgang zwei hatte der SVS dann Gegner und Spiel über weite Strecken im Griff. Luigi Filareti hätte bereits in der 56. Minute alles klar machen können, er scheiterte aber frei stehend am St. Georgener Keeper. Auf der Gegenseite verfehlte ein Kopfball des eingewechselten Adrian Frankus das Ziel knapp. Und die zweite dicke Möglichkeit des SVS  in Halbzeit zwei hatte Markus Kopf, der bei seinem 14-Meter-Hammer in Keeper Bühler seinen Meister fand.

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Es ist geschaftt !  Nach 2 Jahren in der Landesliga Staffel 1 steigt der SV Stadelhofen wieder in die Verbandsliga Südbaden auf.  So werden vier Mannschaften aus der Ortenau kommende Saison in der Verbandsliga spielen.

Am Samstag 17.49 Uhr war sicher: Die große Kreisstadt Oberkirch hat wieder einen Fußball-Verbandsligisten. Der Ortsteilverein SV Stadelhofen ist über die »Hintertür« Relegation nach dem 2:1-Sieg vor zwei Wochen beim FC Löffingen mit dem 0:0 zu Hause gegen den FC Freiburg-St. Georgen ins Verbandsoberhaus zurückgekehrt. Die Freude und Stimmung im Mührigwald-Sportpark war groß. Stadelhofens Kapitän Jonas Frammelsberger war unmittelbar nach dem Schlusspfiff des gut leitenden Schiedsrichters Gille ziemlich gefasst: »Es ist ein supergeiles Gefühl! Nachdem wir mit der Mannschaft vor zwei Jahren abgestiegen sind, hatten wir das Ziel wieder aufzusteigen. Und wenn man das über die Relegation schafft dann ist das schon wahnsinnig. Das 0:0 heute war gerecht. In der ersten Halbzeit waren wir klar unterlegen. In Halbzeit zwei haben wir viel Druck aufgebaut. Ich meine, dass heute die glücklichere Mannschaft aufgestiegen ist.«

Jörg Kühne, der Nachfolger von Pirmin Distelzweig als sportlicher Leiter beim SV Stadelhofen: »Ich bin natürlich sehr zufrieden, habe zwei hervorragende Torwartleistungen gesehen. Die Arbeit in dieser Saison hat sich gelohnt.«

»Das ist ein überragendes Ergebnis für uns«, sagte ein mit Sekt und Bier getaufter SVS-Coach Daniel Bistricky, der damit das vor dem Saisonstart von ihm und den Verantwortlichen an der Spitze des Vereins ausgegebene Ziel »Aufstieg« erreicht hat. »Wir sind zurück in der Verbandsliga, in einer 19er-Staffel, das ist unglaublich«. Am 4. Juli, also in drei Wochen, beginnen die Vorbereitungen für die neue Saison. »Wir haben nicht mal fünf Wochen Vorbereitung und wissen, dass wir dadurch einen gewissen Nachteil haben. Aber wir wollten das so, haben es geschafft und sind froh«, blickte Bistricky bereits unmittelbar nach dem Schlusspfiff der neuen Saison entgegen.

 

SV Stadelhofen: Lang – Schmidt, Frammelsberger, Wörner, Glaser (78. Arnould), Springmann (89. Ringwald) Truisi, Knosp, Filareti (57. Kist), Schindler, Kopf.

FC Freiburg-St. Georgen: Bühler, – Möhrle, Kurtani, Hassoun (70. A. Greitzke), C. Spiegelhalter, Meier, N. Greitzke, Kempter (83. Hajdari), Lienhard, D. Spiegelhalter, Rauber (60. Frankus).

Zuschauer: 800.

Tore : Fehlanzeige

 

Schiedsrichter: Luka Gille aus Sinzheim

Bericht: Fritz Bierer

 

 

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