SC Pfullendorf – SV Stadelhofen 1:1

SV Stadelhofen kommt mit etwas Glück zu einem Unentschieden

Fussball-Verbandsliga: 1:1 nach turbulenten 109 Spielminuten in Pfullendorf

(jk) In einer teils aufregenden Partie am vergangenen Samstag in der Pfullendorfer Geberit – Arena vor 320 Zuschauern erkämpfte sich Fussball-Verbandsligist SV Stadelhofen ein wichtiges Unentschieden im Kampf gegen einen direkten Abstiegskonkurrenten und konnte so den Punkteabstand zum Gegner und auch dem dahinterliegenden SV Mörsch, der ebenfalls Unentschieden spielte, halten. Die Partie dauerte insgesamt 109 Spielminuten, da die leitende Schiedsrichterin Noemi Topf aus Villingen-Pfaffenweiler in der 64. Minute auf dem Platz kollabierte und deshalb das Match für 16 Minuten unterbrochen werden mußte.

Die wichtigste Nachricht zuerst: Topf ging es nach Spielende wieder besser, sie erschien auch bereits im Anschluss zur Pressekonferenz.

Es ging für beide Mannschaften um viel bei diesem brisanten Abstiegsduell. Der SC Pfullendorf mußte eigentlich gewinnen um weiter Boden gutmachen zu können. Die erste halbe Stunde gehörte auch dem Gastgeber, der 3 gute Möglichkeiten besaß um in Führung gehen zu können. Perkovic in der 13 Minute und wenig später Kai Huber zielten jedoch zu ungenau. Der beste Akteur des SCP, Lukas Stützle, der die beiden Vorlagen zu diesen vergebenen Möglichkeiten gab, scheiterte in Minute 28 selbst nur ganz knapp mit seinem Distanzschuss. Eine Führung für Pfullendorf wäre zu diesem Zeitpunkt sicherlich verdient gewesen. Positiv bis zu diesem Zeitpunkt aus Sicht der Renchtäler: sie gerieten nicht wie in den jeweiligen Partien zuvor früh in Rückstand. Und sie schockten den Gastgeber wenige Minuten später sogar mit dem Führungstreffer ihrerseits. Pfullendorf vertändelte in der 35. Minute im Mittelfeld den Ball, SVS-Rechtsverteidiger Daniel Kirn reagierte blitzschnell und schickte Valon Salihu steil, der mit einem trockenen Schuss aus 16 Metern SCP-Keeper Maximilian Ritzler keine Abwehrchance ließ. Der Gastgeber war in den nächsten Minuten neben der Spur und hatte Glück, daß Torwart Ritzler mit einer Glanzparade 2 Minuten später gegen SVS-Kapitän Jonas Frammelsberger rettete.

Pfullendorfs Trainer Marco Konrad reagierte zur Pause und wechselte für Perkovic und Keller, mit Yosef und Morena zwei neue Offensivkräfte ein. Der SCP versuchte die Partie zu kontrollieren und hatte nach einer Kombination über Huber, und den aufgerückten Benjamin Sturm, der den Ball auf Stützle zurücklegte, den gewünschten Erfolg. Torjäger Stützle konnte nach 55 Minuten den Ball aus kürzester Entfernung über die Torlinie bugsieren. Dann ging es Schlag auf Schlag. SCP-Torwart Ritzler rettet spektakulär gegen einen Drehschuss von Max Wörner (58.), im Gegenzug trifft Erdem nur das Außennetz.

Auch Kirn verzweifelt wenig später mit einer guten Möglichkeit am starken Ritzler. Dann die besagte Unterbrechung in Minute 64. Linienrichter Sasa Martosevic übernahm die Spielleitung, für ihn sprang an der Seitenlinie der Vorsitzende des Bezirks Bodensee, Konrad Matheis, der zufällig im Stadion war, ein. Die Partie wurde nach 16minütiger Unterbrechung zu Ende gespielt. Der Gastgeber drängte auf den Siegtreffer, Erdem (84.) und Sturm (86.) besaßen hierzu die Chancen. SVS-Mittelfeldmann Michael Schindler bekam nach überhartem Einsteigen in der 89. Minute von Martosevic gelb-Rot gezeigt. In der 19minütigen „Verlängerung“ besaßen Stützle (90. + 5.) und wenig später Abdulai, der aus dem Gewühl heraus am Querbalken scheiterte, weitere Chancen den SCP in Führung zu schießen. Aber auch der SVS hätte diese Partie noch für sich entscheiden können. Salihu setzte einen Fallrückzieher (90.+12) knapp übers Tor. Die letzte Aktion hatte dann nochmals der SCP, als wiederum Stützle nach 109 Minuten nur das Aluminium traf. Trotz der Brisanz dieser Partie blieb es über die gesamte Distanz ein faires Fussballspiel. Ganz viel Pech hatte auch Stadelhofens Akteur Valentin Glaser der nach seiner Einwechslung in der 86. Minute bereits vier Minuten später wegen einer Oberschenkelverletzung den Platz wieder verlassen mußte. Dem SVS-Team um Trainer Daniel Bistricky bleiben nun nach einer Spielpause am nächsten Wochenende zwei Wochen Zeit um sich auf die schwierige Partie beim SV Endingen vorzubereiten.

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