SC Sand – MSV Duisburg

Höchster Sander Sieg in  der ersten Liga

SC Sand – MSV Duisburg 6:0 (1:0)

Mit einem Kantersieg schossen sich die Frauen des Ortenauer Fußball Erstligisten SC Sand auf das bevorstehende Derby beim SC Freiburg warm. Aufsteiger MSV Duisburg wurden beim 6:0 (1:0) im Sander Orsay Stadion die Grenzen aufgezeigt.

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Anne van Bonn, Dominika Skorvankova, Verena Aschauer, Nina Burger, Furtuna Velaj und Cecilie Sandvej freuen sich über den Kantersieg gegen Aufsteiger MSV Duisburg.

Willstätt-Sand (uk). Trotz Dauerregen ließen die Sander Frauen vor allem in der zweiten Halbzeit ein Feuerwerk steigen und spielten den Aufsteiger an die Wand. Fair gratulierte anschließend MSV-Trainerin Inka Grings ihrem Sander Kollegen Colin Bell zum Sieg: „Der geht auch in dieser Höhe in Ordnung. Wir müssen lernen, nicht nur 35 bis 40 Minuten mitzuhalten.“ Der MSV, der bei seinen letzten Auswärtsspielen bei Meister Bayern München und Pokalsieger VfL Wolfsburg lange mithalten konnte, geriet von Beginn an unter Druck. „Wir hätten schon früh unsere Chancen nutzen müssen“, sagte Colin Bell. Milena Nikolic (7.) und zweimal Nina Burger per Kopf und Nachschuss (11.) scheiterten an Ersatztorfrau Scarlet Hellfeier. Chioma Igwe und Nina Burger hatten nach zwei Ecken in Folge ebenfalls die Führung auf dem Kopf (23.). Danach fand Duisburg besser in die Begegnung, gewann mehr Zweikämpfe und profitierte von ungenauen Abspielen der Sander. Die Sander 1:0-Führung fiel daher wie aus heiterem Himmel und zum richtigen Zeitpunkt. Nach einem Eckball von Isabelle Meyer brachte die MSV-Abwehr den Ball nicht unter Kontrolle und Cecilie Sandvej drosch das Leder aus elf Metern ins Tor (45.). Danach pfiff Marina Wozniak zur Halbzeit, nach der die Gäste im Mittelfeld früh störten. Eine weitere Standardsituation brachte das frühe 2:0 für Sand. Wieder schlug Isabelle Meyer eine Ecke von links in den Strafraum und Dominika Skorvankova verlängerte den Ball aus sechs Metern auf Höhe des kurzen Pfostens stehend mit dem Kopf ins Tor (48.). Sand nutzte jetzt die Verunsicherung in der MSV-Defensive. Nach einer Flanke von Claire Savin erzielte Anne van Bonn volley per Direktannahme das 3:0 (51.). Nach einer Stunde setzte van Bonn einen Freistoß von der linken Seite an den rechten Pfosten, der Ball flog an den linken Pfosten und wieder aus dem Tor heraus. In dieser Situation schlug Duisburgs Torfrau unglücklich mit dem Kopf an den Pfosten, hielt trotz Verdacht auf Gehirnerschütterung bis zum Schluss durch. Bei einem der wenigen Entlastungsangriffe des MSV verfehlte Zsofia Racz nach Flanke von Danica Wu das Sander Tor nur knapp (63.). Kurz darauf nutzte Sand seine nächste Chance. Nach einer Kombination über Milena Nikolic und Nina Burger zu Laura Feiersinger „streichelte“ die Österreicherin regelrecht den Ball zum 4:0 ins Netz (65.). Zwei Minuten später setzte sich Feiersinger im Strafraum auf Höhe der rechten Torauslinie durch, passte scharf in die Mitte und Julia Debitzki fälschte den Ball zum 5:0 ins eigene Tor ab (67.). Das halbe Dutzend machte Milena Nikolic voll. Nach einer Flanke der eingewechselten Verena Aschauer war sie im Fünfmeterraum schneller als zwei Gegenspielerinnen und beförderte das Leder aus kurzer Distanz zum 6:0-Endstand ins Tor (76.). Der höchste Sieg des SC Sand in der Bundesliga seit dem Aufstieg 2014 ist gleichzeitig auch der zweithöchste Sieg einer Mannschaft in dieser Saison. Am Sonntag um 14 Uhr geht es für Sand zum Derby nach Freiburg. Nicht dabei sind Torfrau Carina Schlüter und Jenny Gaugigl, die am späten Sonntagabend mit der U20-Nationalmannschaft zur WM auf Papua-Neuguinea reisten. „In den kommenden Spielen wird Sabrina Lang unser Vertrauen im Tor erhalten und die gesamte Mannschaft wird ihr dabei helfen“, kündigte Colin Bell schon die Besetzung für die nächste Begegnung an.

SC Sand: Schlüter; Savin (69. Chojnowski), van Bonn, Caldwell, Sandvej, Igwe, Meyer (78. Velaj), Feiersinger (72. Aschauer), Skorvankova, Burger, Nikolic.

MSV Duisburg: Hellfeier; Betschart, Kiwic, Kirchberger, Radtke, Wu, Debitzki, Racz, Zielinski, Falkon (65. Fliege), Heß.

Zuschauer: 423.

Schiedsrichterin: Marina Wozniak (Herne).

Tore: 1:0 Sandvej (45.), 2:0 Skorvankova (48.), 3:0 van Bonn (51.), 4:0 Feiersinger (65.), 5:0 Debitzki (67.), 6:0 Nikolic (76.).

Udo Künster

 

 

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