SC Sand – VfL Wolfsburg 0:9

Historische Klatsche für die Sander Damen

Foto: cvl

Ein bitterer Fußballnachmittag für alle Sander Fans. Seit Zugehörigkeit zur Allianz Frauen-Bundesliga kassierte der SC Sand am Sonntag die höchste Niederlage mit 9:0 (3:0) gegen den VfL Wolfsburg. Das Team von Trainer Sascha Glass erhielt eine kleine Lehrstunde.

Der VfL Wolfsburg war am Sonntag mehr als eine Nummer zu groß für den SC Sand. Nicht nur die erste Heimniederlage in der Bundesliga tat den Ortenauerinnen richtig weh, es gab auch die ersten Gegentore im heimischen Stadion.

Sascha Glass musste verletzungsbedingt sein Team wieder umbauen. Ohne die verletzten Laura Vetterlein, Nina Burger und Marina Georgieva konnten seine Spielerinnen nur 18 Minuten einigermaßen mithalten, dann sorgte Kristine Minde mit einem Doppelpack in der 18. und 21. Minute für die schnelle 2:0-Führung. Schlüter parierte in der 28. Minute gegen die Polin Ewa Pajor. Nur drei Minuten später  musste sie den Ball dann doch erneut aus dem Netz holen. Ein Freistoß der Norwegerin Caroline Hansen aus gut 35 Metern kam scharf in den Sander Strafraum und die Dänin Pernille Harder spitzelte per Direktabnahme das Leder aus kurzer Distanz ins Netz. »Jetzt müssen wir aufpassen, dass wir keine Klatsche bekommen«, hatte Sands sportlicher Leiter Dieter Wendling eine gewisse Vorahnung. Wolfsburgs Nationalkeeperin Almuth Schult musste in der 44. Minute bei einem 20-Meter-Schuss von Jasmin Sehan das erste Mal eingreifen.

In Durchgang zwei passte dann bei den Sanderinnen gar nichts mehr zusammen. Fast im Minutentakt rollte die Wolfsburger Offensive Richtung Sander Strafraum. Die ansonsten gute Abwehr wurde mehrfach überlaufen und so kamen die Wölfinnen zu mehr oder weniger einfachen Toren, da sie gedanklich immer einen Schritt schneller waren als der SC Sand.

»Es war ein rabenschwarzer Tag unserer Mannschaft – kein Black Friday sondern ein Black Sunday. Eigentlich haben wir gut angefangen, sind dann in zwei schnelle Tore gelaufen und waren dann vielleicht auch zu offen und zu mutig, denn wir wollten immer dagegenhalten. Allerdings war Wolfsburg auch überragend gut. Wir sind dagegen mit zunehmender Spieldauer immer schlechter geworden – so kam das deutliche Ergebnis zustande«, brachte Dieter Wendling die 90 Minuten treffend auf den Punkt. Auch informierte der sportliche Leiter, dass Torfrau Erin McLeod, die vor der Saison aus Jena gekommen ist, in der Winterpause den SC Sand in Richtung Schweden verlassen wird. »Sie braucht Einsatzzeiten wegen der kanadischen Nationalelf.«

Am nächsten Sonntag gastiert der SV Werder Bremen im Orsay Stadion. Dann wollen die Sanderinnen wieder ihr wahres Heimgesicht zeigen.

Sand: Schlüter, Santos, Caldwell (83. Schöppl), van Bonn, Prohaska, Sehan (74. Norton), Arnold, Arnold, Blagojevic (69. Meyer), Savin, Vojtekova, Fiebig.

Wolfsburg: Schult, Fischer, Pires, Peter, Popp, Maritz (72. Jakabfi), Pajor (77. Wolter),  Minde (77. McLeod), Harder, Doorsoun-Khajeh, Hansen.

Schiedsrichter: Fabienne Michel (Gau-Odernheim); Zuschauer: 1025.

Tore: 0:1 (18.) Minde, 0:2 (21.) Minde, 0:3 (31.) Harder, 0:4 (53.) Popp, 0:5 (64. Popp), 0:6 (70.) Pajor, 0:7 (78.) Jakabfi, 0:8 (82.) Jakabfi, 0:9 (86./Foulelfmeter) Hansen.

 

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