SGS Essen – SC Sand 0:0

Unter den Augen von Frauen-Nationaltrainerin Martina Voss-Tecklenburg erkämpfte sich der SC Sand bei der SGS Essen einen ganz wichtigen Punkt und hat damit seit Dezember erstmals wieder die Abstiegsränge verlassen.

Die Elf von Trainerin Nora Häuptle wehrte sich nach Kräften und rehabilitierte sich damit zumindest teilweise für das bittere Unentschieden vom vergangenen Mittwoch im Nachholspiel gegen Duisburg. Die Begegnung im altehrwürdigen Essener Stadion an der Hafenstraße war ebenfalls eine Nachholbegegnung – und zwar die vom vorgezogenen 19. Spieltag, der ursprünglich Mitte Februar hätte stattfinden sollen. Die Gastgeberinnen, die sich mit 17 Punkten auf dem Konto im Niemandsland der Tabelle bewegen, kamen zunächst besser in die Partie. Der SC Sand überstand allerdings die erste Welle und konnte sich mit zunehmender Spieldauer mehr Feldanteile verschaffen.

Bis es zu den ersten nennenswerten Torabschlüssen kommen sollte, verging jedoch eine halbe Stunde, ehe Elisa Senß (29.) und Laureta Elmazi (30.) jeweils aus 18 Metern Jasmin Palim Sander Tor prüften, die allerdings jeweils Herr der Lage war. Pal machte über die gesamten 90 Minuten hinweg einen sichereren Eindruck und konnte sich auf eine kompromisslose Abwehrreihe verlassen, die die meisten Essener Angriffsversuche im Keim erstickte. Die erste Chance für die Ortenauerinnenhatte Molli Plasmann nach 39 Spielminuten auf dem Fuß, ihr jedoch eher harmloser Schuss verfehlte aber das Essener Tor.

Nach dem Seitenwechsel bauten die Gastgeberinnen den Druck spürbar aus, wodurch der SC Sand kaum noch zu Entlastungsangriffen kam. Die größte Chance der Begegnung hatte allerdings Summer Green auf dem Fuß, die in der 51. Spielminute von Plasmann in Szene gesetzt wurde, aus acht Metern aber genau in die Arme von Essens Keeperin Stina Johannes vollendete. Green stand erstmals in der Startelf und rechtfertigte Häuptles Vertrauen mit einer guten Leistung. Neben Green und Plasmann standen mit Phoenetia Browne und Adrienne Jordan im Übrigen sämtliche vier Winter-Neuzugänge in der Startelf .Aus der zu überstehenden Anfangsviertelstunde musste der SC Sand im Anschluss ganze 30 Minuten von der Uhr nehmen, ehe es zumindest ansatzweise wieder in Richtung gegnerisches Tor ging.

Zwingende Torchancen blieben jedoch auf beiden Seiten Mangelware. Die SGS Essen kam im zweiten Durchgang trotz optischer Überlegenheit überhaupt zu gar keinem nennenswerten Abschluss. Der Druckauf die Sander Elf wuchs in den letzten zwei Minuten der regulären Spielzeit und den vier Minuten der Nachspielzeit nochmals enorm, doch mit unbändigem Kampfgeist und guter Moral sicherte sich der Bundesligist aus Südbaden den wichtigen Punkt und hat nun einen Zähler Vorsprung vor dem SV Meppen und deren vier auf den MSV Duisburg, der allerdingsnoch ein Nachholspiel in der Hinterhand hat und im günstigen Fall mit Meppen gleichziehen könnte.

„Das war heute sicherlich ein dreckiges 0:0, den Punkt haben wir uns allerdings redlich verdient. Die Mannschaft hat nach dem bitteren späten Ausgleich vom Mittwoch heute die richtige Reaktion gezeigt“, so der sportliche Leiter Sascha Reiß.

SGS Essen: Johannes–L. Ostermeier (66. Baijings), S. Ostermeier, Feldkamp, Ioannidou – Senß, Piljic (46. Markou), Klasen (82. Räcke), Wamser–Wilde (66.Laurier), Elmazi (72. Sterner).

SC Sand: Pal – Kreil, Moorrees, Georgieva, Jordan –Brandenburg, Loos, Gentile (63. Evels), Browne (57. George) Green – Plasmann (88. Hoppius).

Schiedsrichterin: Riem Hussein(Bad Harzburg) –Zuschauer: keine – Tore: keine.

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