SSV Reutlingen – SV Oberachern 2:2

Elfmeter verschossen und dadurch Sieg verschenkt

Der SV Oberachern (blaues Trikot) startete mit einem 2:2-Unentschieden in Reutlingen. Archivfoto: Breithaupt

Reutlingen (mig). Auch im ersten Spiel der neuen Saison blieb der SV Oberachern auf fremden Platz ungeschlagen, brachte sich aber im zweiten Durchgang selbst um drei mögliche Punkte. Tragischer Held in Reutlingen war Gabriel Gallus, der es in der Schlussphase verpasste beim Stand von 2:1 den Deckel auf die Partie zu machen.

In den ersten 45 Minuten bekamen die rund 950 Zuschauer im Reutlinger Stadion an der Kreuzeiche, darunter 90 Fans der Acherner Vorstädter, die mit einem Fanbus aus Oberachern angereist waren, magere Fußballkost zu sehen. Viele Fehlpässe prägten den ersten Durchgang und Torchancen waren auf beiden Seiten Mangelware. Die einzige Chance nutzten die Gastgeber in der 36. Minute zur Führung durch Kuengienda. Nach einer Flanke von Schiffel stieg Kuengienda frei zum Kopfball und ließ Schmittheissler im Tor des SV Oberachern keine Abwehrmöglichkeit. Für den einzigen Aufreger auf Oberacherner Seite sorgte SVO Co-Trainer Himmel, der in der 31. Minute die neuen Regeln zu spüren bekam und vom Schiedsrichter die Gelbe Karte sah. Aus fußballerischer Sicht war ein Kopfball von Luca Fritz in der 24. Spielminute der einzige Höhepunkt auf Oberacherner Seite in Halbzeit eins.

Oberachern begann den zweiten Durchgang druckvoller und war besonders durch Konter immer wieder gefährlich. In der 56. Minute der verdiente Ausgleich durch Nico Huber, den Gabriel Gallus hervorragend mit einem Schlenzer bediente. Der ehemalige SVO-Torhüter Pendinger im Tor der Reutlinger sah dabei nicht gut aus, er ließ dabei den Ball durch die Beine ins Tor rutschen. Auch in der Folgezeit spielte nur der SV Oberachern. Man ließ den Ball gut laufen und belohnte sich in der 72. Spielminute mit der 2:1-Führung. Mohammed Ambri steckte den Ball zwischen den Abwehrspielern durch und der schnelle, kurz zuvor eingewechselte Jean-Gabriel Dussot ließ Pendinger erneut keine Abwehrmöglichkeit. In der 78. Minute hätte Gabriel Gallus eigentlich den Deckel auf die Begegnung machen können, vergab aber vom Punkt die mögliche 3:1-Führung, die am Ende vielleicht zum dreifachen Punkterfolg gereicht hätte. Pendinger, der Gallus bestens aus der Vorsaison kannte, ahnte die Variante und hatte keine Probleme den schwach geschossenen Elfmeter zu entschärfen.

Am Ende kam es, wie es kommen musste. Fünf Minuten vor dem Ende war die ansonsten gutstehende Defensive ungeordnet und kassierte noch den nicht unbedingt verdienten Ausgleich. Trotzdem zeigte sich SVO-Coach Lerandy mit dem Spiel seiner Mannschaft hochzufrieden. „Vor allem im zweiten Durchgang hätten wir den Sieg verdient gehabt. Bei uns hat alles in der zweiten Halbzeit gepasst, nur das Ergebnis leider nicht“, so Lerandy in der anschließenden Pressekonferenz. Auch sein Gegenüber Schütt konnte Lerandy nicht widersprechen: „Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit, waren wir in zweiten Durchgang viel zu passiv und Oberachern hat unsere Fehler bestraft. Xaver Pendinger hat uns im Spiel gehalten und seine Aktion hat die Mannschaft gepuscht, sodass wir am Ende, wenn auch glücklich, noch zum Ausgleich gekommen sind.

Nun zählt es für den SVO auf die gute Leistung der zweiten Halbzeit anzuknüpfen, denn bereits am Samstag gastiert Regionalliga Absteiger VfB Stuttgart am Oberacherner Waldsee.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.