Südbadens Fußballvereine beenden vorzeitig die Saison

Delegierte stimmten auf außerordentlichem Verbandstag für Abbruch

Schatzmeister Matthias Löffler, Präsident Thomas Schmidt, Dr. Reinhold Brandt (1. Vizepräsident) sowie Geschäftführer Siegbert Lipps vom Südbadischen Fußballverband beim Online-Verbandstag. Foto: woge

Online-Premiere geglückt: Nach anfänglich, kleinen technischen Schwierigkeiten bei den Delegierten, konnte der außerordentliche Verbandstag des Südbadischen Fußballverbandes (SBFV) gestern Vormittag doch recht zügig über die Bühne gehen. Der erste Vorsitzende des SBFV, Thomas Schmidt, Dr. Reinhold Brandt (1. Vizepräsident), Schatzmeister Matthias Löffler und Geschäftsführer Siegbert Lipps waren in einem Studio in Emmendingen. Die restlichen Delegierten der Vereine (228 Stimmberechtigte) konnten den Verbandstag über YouTube online mitverfolgen und auch abstimmen.

Im Mittelpunkt der Tagung stand die Entscheidung über einen Saisonabbruch in den südbadischen Amateurklassen und im Jugendbereich. Den Delegierten lagen dazu vier Anträge vor: einen vom Verband, einen von insgesamt 28 Vereinen (federführend der FC Neuweier) sowie vom Rastatter SC/DJK und SV 08 Laufenburg. Während der SBFV beantragte, dass die Saison abgebrochen wird, die Meister aufsteigen können und es keine Absteiger gibt. Allerdings gibt es für die Zweitplatzierten keine Möglichkeit, um sich in ihren Spielklassen für einen Aufstieg zu qualifizieren.

Bei den anderen Anträgen wurde dafür plädiert, dass die Zweitplatzierten ebenfalls aufsteigen dürfen. Sebastian Scholl, 1. Vorsitzender des FC Neuweier, sprach im Namen der 28 Vereine, zu denen aus dem Bezirk Offenburg der SV Berghaupten, SV Fautenbach, TuS Mahlberg, SV Mühlenbach und der FSV Seelbach gehörten. „Uns geht es nicht darum, dass wir profitieren werden, sondern im Mittelpunkt steht das Fair-Play. Während potentiellen Absteigern der Klassenerhalt quasi geschenkt wird, haben die Zweitplatzierten keine Möglichkeit aufzusteigen. Dies ist keine gerechte Lösung.“ Das Argument, dass es bei dieser Version zu großen Spielklassen kommen könnte, widerlegte Scholl, in dem er für alle Ligen die Teilnehmer ermittelte. So hätten in keiner Klasse mehr als 20 Vereine gespielt.

Die Verbandsliga würde 20 Vereinen bestehen und die drei Landesligen mit jeweils 18 Mannschaften – durchaus vertretbar. In der Bezirksliga Offenburg wären auch 18 Teams am Start, die Kreisligen A Nord und Süd mit 18/19 Vereinen und die 57 Mannschaften der Kreisliga B könnten in vier Staffeln aufgeteilt werden. Trotz dieser eigentlich guten Voraussetzungen fand dieser Antrag nur bei 37 Delegierten Zustimmung. Dagegen stimmten 165 Personen und fünf Delegierte enthielten sich. So war die Abstimmung über den Antrag des Verbandes nur noch eine Formsache. Bei 177 Ja-Stimmen, acht Enthaltungen und 16 Gegenstimmen wurde der SBFV-Antrag befürwortet. Damit ist die Fußballsaison 2019/20 endgültig beendet.

Sollten die Verbandspokalwettbewerbe der Herren, Frauen und A-Junioren nicht beendet werden können, kommt es zu einem Novum. Der Teilnehmer am DFB-Pokal wird dann per Losverfahren ermittelt. Die Bezirkspokalwettbewerbe der Herren, Frauen und Junioren werden nicht fortgeführt und es wird auch keine Sieger ermittelt.

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