SV Stadelhofen – SV Kuppenheim

SVS kommt nach Rückstand noch zu knappem Heimsieg

 2:1 gegen Kuppenheim: Gäste fühlten sich um Elfer betrogen

(jk). In einer sehr emotionalen Partie siegte Verbandsligist SV Stadelhofen am Sonntag im Mührigwald-Sportpark vor 200 Zuschauern knapp, aber aufgrund einer deutlichen Steigerung in der zweiten Hälfte verdient mit 2:1 Toren.

Die Gäste haderten unmittelbar nach dem Schlusspfiff mit der Entscheidung von Schiedsrichter Ramon Leisinger aus Rheinfelden. Dieser hatte in der letzten Aktion der Partie, als Kuppenheims Mittelstürmer Lucas Grünbacher im Strafraum des SVS zu Fall kam, nicht auf Strafstoß entschieden, sondern zum Entsetzen der Gäste mit seinem Pfiff die Partie beendet. Eine ähnliche Situation auf der anderen Seite kurz vor Halbzeit ahndete der Unparteiische mit einem Strafstoss für die Renchtäler. Kuppenheims Trainer Matthias Frieböse war nach Spielende regelrecht aufgebracht, aber auch bereits während des Spiels mußte der Referee die Trainer mehrfach um Zurückhaltung an der Seitenlinie bitten.

Es war das erwartete Spiel auf Augenhöhe mit deutlichen Vorteilen für Kuppenheim in der ersten Hälfte. Bereits hier hätte das Spiel für die Gäste entschieden sein können, doch Stadelhofen hatte mit Sven Lissek an diesem Nachmittag eine sichere Bank im Tor, er rettete zweimal vor einschussbereiten Gästeakteuren. Die Gäste begannen nach zuletzt zwei Niederlagen sehr ballsicher und kombinationsstark. Nach Ballverlust von SVS-Linksverteidiger Loic Caspar passte Kuppenheims Simon Götz blitzschnell nach innen, wo sein Mitspieler Dejan Djuric nach nur 6 Minuten mit einem Volleyschuss Pech hatte, dass der Ball knapp übers Tor strich. Stadelhofen hatte kurz danach durch Andre Lamm zwar einen Fernschuss zu verzeichnen, den SVK-Keeper Nikolai Gogol zur Ecke klärte, aber die Gäste bestimmten Spiel und Tempo. Vor allem die starke rechte Seite mit den schnellen Götz und Grünbacher bereiteten der SVS-Abwehr große Probleme. Die logische Konsequenz war die Führung für Kuppenheim in der 14. Minute. Wiederum Götz überlief Caspar, über Grünbacher kam der Ball von der Grundlinie zurück auf Robin Mörmann der mit seinem Flachschuss aus 10 m Keeper Lissek keine Chance ließ. SVS-Coach Daniel Bistricky stellte um, schickte Max Wörner aufs Feld, Caspar wechselte auf die rechte Abwehrseite. Das zeigte mit zunehmender Dauer Wirkung, dennoch hatten die Renchtäler im Spielaufbau zunächst erhebliche Probleme, waren zu flatterhaft und unkonzentriert. Die erste Chance ergab sich erst in der 27. Minute, doch Volker Springmann schoss aus kurzer Entfernung Gogol an, der Ball prallte zurück ins Feld und wurde von den Gästen geklärt. Eine weitere Leichtfertigkeit von SVS-Innenverteidiger Issiaka Savane konnte Faruk Karadogan alleine vor Lissek in der 34. Spielminute nicht nutzen, ebenso wie 6 Minuten später Djuric, der wiederum an Lissek scheiterte. Die Renchtäler kämpften sich nun in die Partie und kamen fast mit dem Halbzeitpfiff zum Ausgleich. Nico Schwab ließ im Strafraum an der Grundlinie einen Spieler stehen und wurde anschließend von hinten gefoult, Valon Salihu verwandelte den folgenden Strafstoß sicher zum 1:1.

Der Gastgeber kam nun zielstrebiger aus der Pause und nahm das Heft in die Hand. Die Offensivaktionen des SVS wurden gefährlicher und Kuppenheims Abwehr nun häufiger unter Zugzwang gesetzt. Salihu hätte bereits in Minute 49 fast die Führung erzielt nachdem sich Gästeakteur Fabio Borutta bein einem Abspiel verschätzt hatte, doch der ansonsten treffsichere Stürmer setzte seinen Abschluss knapp am rechten Pfosten vorbei. Doch in der 55. Minute gelang Stadelhofen die Führung nach dem wohl bis dahin besten Spielzug. Der kurz zuvor für Loic Caspar in die Partie gekommene Markus Felka zog auf der rechten Seite auf und davon und brachte seine Flanke auf den 2. Pfosten, wo Mike Menninger, sträflich von Kuppenheims Abwehr im Stich gelassen, mit einem klasse Volleyschuss das umjubelte Führungstor erzielte. Die Gäste versuchten die Spielkontrolle zurückzugewinnen, doch dies gelang nur mit mäßigem Erfolg. Einzig ein Schuss von Karadogan in der 76. Minute hätte fast zum Ausgleich geführt, doch auch dieses Geschoss fischte Lissek aus dem Winkel. In der Szene zuvor vergab wiederum Salihu eine dicke Möglichkeit die Führung auszubauen. Das Spiel blieb bis zum Ende ausgeglichen und spannend, und fand in der 90 Minute mit der genannten umstrittenen Elfmeterszene einen aufregenden Schlußpunkt.

SV Stadelhofen: Lissek – Caspar L. (46. Felka) – Kirn (19. Wörner) – Frammelsberger – Springmann ( 70. Caspar Y) – Lamm – Menninger (80. Vix) – Savane – Ringwald – Schwab – Salihu

SV Kuppenheim: Gogol – Alesi – (60. Tasli) – Peter – Mörmann (81. Sür) – Götz – Djuric (55. Eren) – Karadogan – Kolasinac – Stanic (50. Klein) – Grünbacher – Borutta

Tore : 0:1 (14. Mörmann) – 1:1 (44. Salihu/Foulelfmeter) – 2:1 (55. Menninger).

Schiedsrichter: Ramon Leisinger (Rheinfelden)

 

 

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.