Unangenehme Auswärtsfahrt zum Deutschen Meister

Zwölf Gegentore in vier Spielen

Als wäre die bittere 0:3-Heimniederlage gegen den 1. FFC Turbine Potsdam vom vergangenen
Sonntag nicht genug, muss sich der SC Sand-Tross am heutigen Dienstag auf den langen Weg in
Richtung Wolfsburg machen. Dort erwartet die Elf von Trainerin Nora Häuptle der Deutsche Meister
VfL Wolfsburg. Der Spielplan meint es nicht gut mit dem Fußball-Bundesligisten aus der Ortenau.
Nicht nur dass unter den ersten sechs Gegner gleich fünf der Kategorie „nahezu unschlagbar“ auf
dem Programm stehen, so müssen die Ortenauerinnen ausgerechnet in der englischen Woche den
weiten Weg nach Niedersachsen antreten. Heute (Dienstag) um acht Uhr geht die Reise los, die
Rückkehr ist in den frühem Morgensunden des Donnerstags vorgesehen. Nach einer kleinen
Trainingseinheit heute Abend (Dienstagabend) gilt es, die Zeit am Mittwoch bis zum späten Anpfiff
um 18 Uhr zu überbrücken. Teamspiele im Hotel, Physiotherapie und eine Mittagsruhe sollen Abhilfe
schaffen.

Das Spiel gegen den Champions-League-Finalisten ist auf dem Papier eine eindeutige Angelegenheit.
Der VfL Wolfsburg ist Deutscher Serien-Meister, hat ein Abo auf den DFB-Pokal und agiert
international mit sämtlichen großen Gegnern auf Augenhöhe. Dennoch will Nora Häuptle den
zweitägigen Ausflug nicht damit füllen, „um dort in Schönheit zu sterben“, wie sie es formuliert.
„Wir werden ganz anders auftreten, als wir das bisher getan haben. Unsere Spielweise wird eine
andere sein. Spiele gegen solch vermeintliche Übermannschaften sind immer spannend“, so die
Schweizerin. Lange die „Null halten“ ist die Vorgabe von Häuptle und des sportlichen Leiters Sascha
Reiß. Dennoch scheint es kaum vorstellbar, dass der SC Sand mit seinen bisher zwölf Gegentoren
aus vier Spielen in der VW-Stadt mit etwas Zählbarem nach Hause fährt.

Dort wartet dann am Sonntag der nächste schwere Gegner auf die Hanauerländerinnen: zu Gast im
Kühnmatt-Stadion werden dann die Frauen von Eintracht Frankfurt sein, deren Erfolgsgeschichte
unter dem ehrwürdigen Namen aus den Vorjahren – 1. FFC Frankfurt – bestens bekannt ist. Erst
danach kommen für die Sanderinnen die Gegner auf Augenhöhe.

Der Schwere des Bundesligaauftakts war man sich im Willstätter Ortsteil bewusst und verfällt
deswegen keineswegs in Panik. Die Begegnung gegen Potsdam machte den Verantwortlichen Mut,
denn trotz des großen Namens des Gegners und des deutlichen Endergebnisses, präsentierte sich der
SC Sand keineswegs als vermeintlicher Abstiegskandidat, was allerdings spätestens ab der
kommenden Woche unter Beweis gestellt werden muss.

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